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aus Polizeiberichten

 
aus Polizeiberichten
 Seit zehn Jahren wohne ich in Chemnitz,
 wo ich in einer Metzgerei als Gehilfe zum Ausweiden,
 Zerteilen und Bedienen der Kunden taetig bin.

  Der Taeter entwendete im Schlachthof groessere Mengen Stierhoden,
 mit der Absicht, diese für sich zu nutzen.

  Am Tatort sichteten wir den Foerster, zwei Arbeiterinnen,
  zwei Wacholderstraeucher und anderes Blattwerk, wie in der Skizze festgehalten.

  Nach einer Ueberportion Alkohol kann es ihn nicht ueberraschen,
 wenn er am Morgen auf der Kegelbahn tot aufwacht.

  Wie uns gemeldet wurde, lief die Ehefrau mit der Waesche ihres Mannes,
 den Federbetten und dem Geliebten weg.
 Der Wert dieser Dinge beträgt ca. 520,- DM.

  Den Scheidungsantrag ziehe ich nicht zurueck,
  da mein Mann kein Gefuehl hat, hauptsaechlich in der rechten Hand.

  Die weiteren Ermittlungen erbrachten,
 dass die Genannte ausserdem mittels einer Eidechse das Bein des Mitarbeiters Josef P. beschaedigte.

  Der Direktor wird weiterhin beschuldigt, die Sekretaerin Ulrike D
 so unvorsichtig behandelt zu haben, dass sie in andere Umstaende kam.

  Die alarmierte Feuerwehr hat an Ort und Stelle festgestellt,
 dass es bei dem Feuer, das bei einer Temperatur von 18 Grad C. verlief,
 zur vollkommenen Verbrennung des Schobers kam.

  Als das Fahrrad nach dem Sturz von der Bruecke untergegangen war,
  zeugten aufsteigende Blasen davon, das die Reifen schadhaft waren.

  Unkosten verursachen unsere Polizeihunde nicht,
 denn sie ernähren sich von Verbrechern.

  Oft leidet Paul an Geisteskrankheit. Von Zeit zu Zeit hängt er sich auf.
 Wenn aber längere Zeit niemand kommt, dann schneidet er sich wieder ab.

  Von der Baustelle am Steinbruch wurden wieder einige Absperrlampen gestohlen.
 Bei der Suche nach den Dieben tappt die Polizei im Dunkeln.

  Der Angeklagte Konrad F. unterhielt mit mir bis zum 7. Monat
 einen intimen Kontakt und fuhr dann zu einer anderen Arbeitsstelle.

  Dem Angeklagten wird zur Last gelegt,
 daß er unersetzliche Exponate der Museumssammlungen zerschlagen hat,
 wie in der Vitrine ausgestellten Bilder, verglaste Gobelins,
 den Unterkiefer des Nachtwaechters usw.

  Bei der Untersuchung am Tatort wurde festgestellt,
 das der Taeter aus der einbruchssicheren Kasse eine nicht
 festzustellende Menge von 2- und 5-Mark Stuecken entwendete.
 Gesamtwert 270,-DM.

  Nach ambulanter Behandlung konnte der junge Mann
 seinen Finger wieder mit nach Hause nehmen.

  Wie man hoert, ist die Genannte ausgezogen.
 Sie war eine gewisse Zeit in Bad H., wo sie als eine Leiche galt.

  In der Nacht vom 24. auf den 25.6.75 entwendete ein unbekannter Täter
 von meinem Grundstück zwei Hühner,
 von denen eins ein Hahn war.
 Da packte Otto N. eine 40 cm hohe und 4kg schwere Marmorstatue
 und schlug auf den Schlafenden ein, bis er aufwachte.

  Nach dem Aufschließen mit dem Dietrich habe ich den Ladeninhaber
 deswegen zusammengeschlagen,
 weil er mich durch ungebührliche Bemerkungen
 und Herbeirufen der Polizei bei meiner Arbeit störte.

  Bei ihrer Rueckkehr aus der Kantine an ihrer Arbeitsstelle hat Regina P.
 zufaellig gefrorenes Wasser angetroffen,
 auf dem sie ausrutschte und sich am Knie verletzte.

  Die Befragte ist trotz ihrer 88 Jahre sehr rege,
 wenn sie gleichzeitig auf dem Balkon sitzen, ein Buch lesen,
 eine Muetze fuer das Enkelkind stricken,
 die Voegel fuettern und ausserdem noch Gespraeche vom Nachbarbalkon verfolgen kann,
 wo man sich abfaellig ueber sie aeussert.

  Nach Erscheinen des Polizeiwachtmeisters K. wurde Franz B.
 von diesem aufgefordert,
 sein anstoessiges Benehmen zu unterlassen,
 was er mit den Worten ablehnte, er solle ihn am Arsch lecken.
 Als das dann passierte, wurde Franz B. festgenommen. Zeugen liegen bei.
 Wenn Marius P. morgens betrunken nach Hause kommt,
 so zieht er sich im Treppenhaus aus und gibt aehnliche Laute wie eine Kuckucksuhr von sich.
 Damit stoert er die Ruhe und die richtige Uhrzeit im Haus.

  Der Hund des Beschuldigten zerriß unwiderruflich das Entlein.
 Sofortige Wiederbelebungsversuche mit Hilfe von Nesseln,
 Wasser, Schrot, Flügel- und Kopfmassage blieben erfolglos.

  Ullrich H. stoerte den Verkehr dadurch, daß er auf den Knien vom Park auf die Fahrbahn kroch,
 wo er nach dem Regen die verirrten Regenwuermer einsammelte.

  Wie zu Protokoll gegeben, wurden die vier Jugendlichen
 in einem unbeleuchteten Gaesschen von einer unbekannten aelteren Frau angehalten,
 die ueber ihre kleine Rente jammerte und um einen Betrag für alkoholische Getraenke bat.
 Da die vier Jugendlichen den Betrag nicht aufbringen konnten,
 wurden sie von der Unbekannten angegriffen und brutal zusammengeschlagen.
 Nach der Frau wird gefahndet.

 Der Angeklagte hat dem Klaeger im Restaurant "Zur Jungfrau"
 mit der Faust so ins Gesicht geschlagen, dass dieser eine Quetschung der Lenden erlitt.

  Auf die erstattete Anzeige hin wurde der Hauptwachtmeister mit der Untersuchung der Unfallstelle beauftragt.
 Er stellte fest, daß die Baugrube zwar nicht beleuchtet,
 jedoch mit einer Warntafel "Vorsicht, Gefahr!" beschildert war.
 Die gut sichtbar angebrachte Tafel konnte man auch bei Daemmerung
 aus einer Entfernung von ca. 60 cm sehen.
 Natuerlich musste der Lesende aufpassen, daß er nicht hinfiel.

  Dem Fahrer Willi G. wurde eine Blutprobe abgenommen
 sowie die Verstaendigung der Hinterbliebenen.

  Polizeiwachtmeister Robert K. gibt zu Protokoll:
 Bei meinem naechtlichen Rundgang durch die Parkanlagen hörte ich verdaechtige,
 mir bekannte Geraeusche. Auf meine manierliche Frage "Bumst hier einer?"
 erscholl die ungebuehrliche Antwort:
 "Nein, du Dusel, zwei", worauf ich zur Verhaftung schritt."

  Konrad F. wohnt nicht bei seiner Frau.
 Es gibt daher keine Anhaltspunkte dafür, dass er geisteskrank ist.

  Infolge der Handlung des Täters fiel Rita Z.
 in Ohnmacht und rief einige Male um Hilfe.

  Durch einen Lichtstrahl drangen in der Nacht
 zum Freitag unbekannte Täter in den Supermarkt ein.

  Egon T. gab sich als Dipl. Ing. aus. Aber dieses anrüchige Gewerbe
 wurde durch seine groben Rechtschreibefehler widerlegt.

  Bei den Befragungen vor dem Untersuchungsrichter
 wurden die Genitalbereiche nur ganz kurz berührt.

  Mein Mann ist sehr heimtückisch! Hohes Gericht, das können mehrere Zeugen beschwören,
 weil er immer dann die Zunge herausstreckt, wenn ich meine Brille putze.

  Der Postbeamte T. zwang mich zu der Anzeige wegen Tierquälerei,
 da er über eine Stunde auf unserem Apfelbaum saß und dadurch unsere Dogge aufs Äußerste erregte.
 Zum Schluss stieß er auch noch gegen meine Person wüste Beschimpfungen aus.

  Die Mordkommission schließt nicht aus,
 dass die bei Hannover gefundenen Teile eines
 menschlichen Körpers zu einer Leiche gehören.

  Ulrich H. störte den Verkehr dadurch,
 das er auf Knien vom Park auf die Fahrbahn kroch,
 wo er nach dem Regen die verirrten Regenwürmer einsammelte.

  Zum Tathergang:
 Nach längerer Verfolgung sprang L. von der Brücke ins Wasser,
 obwohl das Baden dort verboten ist,
 und tauchte trotz mehrmaliger Aufforderung nicht auf.

  Der Beschuldigte gibt zu,
 dass er die Frau würgte, jedoch nicht am Hals,
 sondern am Morgenrock. 




"Wolffchen" "Lutz Wolff"

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